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  Oh wie schön ist Pana...PARIS!!

Ein Erasmus-Jahr in der Perle des Westens, dem Kleinod im Herzen Frankreichs

Der Versuch eines Tagesbuches
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Am 22. April ist es soweit: 43 Millionen wahlberechtigte Franzosen sind dazu aufgerufen an jenem Sonntag den neuen Päsidenten der République francaise zu wählen und damit ihre Schicksalgemeinschaft für die nächsten fünf Jahre.
Zu diesem außerordentlichen Anlass sei im folgenden direkt vom "Haupttatort" berichtet. Aber zunächst einmal einige Erläuterung zum Wahlsystem, die Vorstellung der Kandiaten und die neusten Meinungsumfragen:



Neuigkeiten

16. Mai
Passation des pouvoirs et l'investiture


Nicholas Sarkozy Mit der Amts-Niederlegung am 16. März von Jacques Chirac - ab jetzt ganz Privatmann - beginnt nahtlos nach dessen Amtseinführung die Ära Nicholas Sarkozy. Von deutschen Verhältnissen ausgehend mutet das Zeremoniell von Amtsübergabe und Amtseinführung gerade zu bizzar an:
Das mag natürlich an der direkten Legitimation des Präsidenten, wie auch an der Andersartigkeit des politischen Systems liegen, dennoch ein Schauspiel besonderer Art und Weise. Am gestrigen Vormittag empfängt der noch-amtierende Präsident Jacques Chirac den zukünftigen Nicholas Sarkozy zu einen Vier-Augen-Gespräch. Dabei werden u.a. auch die Schlüssel zur Nuklerastreitkraft "Force de Frappe" übergeben.
Danach begleitet Sarkozy Chirac in den Innenhof des Elysée-Palastes, wo dieser in einen Citroën C6 steigt und unter Ehrenbezeugungen der Garde Républicaine zum letzten Mal seine Wirkungsstätte verlässt. Übrigens ist es im Protokol nicht näher geregelt, wie dieser seinen Amtssitz zu verlassen hat - Valéry Giscard d’Estaing verließ Elysée so zum Beispiel zu Fuß.
Während Jacques Chirac noch eine Ehrenrunde durch die abgesperrten Straßen von Paris dreht, wird Nicholas Sarkozy in sein neues Amt eingeführt. Der Präsident des Conseil Constitutionnel (Verfassungsrat) Jean-Louis Debré (UMP) verliest die Wahlergebnisse und verkündet so Sarkozy zum neuen Präsidenten. Dabei sind die Präsidenten der Assemblée Nationale und des Sénats und die ehemaligen Minister.
Nicholas Sarkozy Daraufhin wird ihm von General Jean-Pierre Kelche die Amtskette des Großmeisters der Ehrenlegion präsentiert, der er in Zuknunft sein wird. Danach hält er seine erste Rede als Präsident. Dann werden viele Hände geschüttelt und sich gegenseitig die eigene Heuchelei gezeigt. Auch gerade zu lächerlich wie Sarkozy seine Frau Cécilia und seine Kinder vorzeigt; wie gönnerhaft er seiner Frau die Tränen aus den Augen wischt und wie seine Frau ihrerseits den kleinsten Sohn - geschniegelt und gestriegelt im Anzug - Louis vor allen Augen heile Familie spielen lässt. So muss man sich wohl auch die Kaiserkrönung von Napoléon Bonaparte in Notre-Dame vorstellen: ein zur Farce verkommener und lächerlicher Legitimationsversuch!
Nicholas Sarkozy Um 13.00 Uhr werden vor dem Invalidendom 21 Kanonensalven abgegeben und Nicholas Sarkozy nimmt unter Abspielung der Nationalhymne im Garten des Elysée-Palastes stellvertretend für die französischen Streitkräfte eine Handvoll von Truppen ab.
Nun fährt er in einem offenen Wagen die Avenue des Champs Elysées ab und legt an den Denkmälern von Georges Clemenceau und de Gaulle am Place Clemenceau und am Grab des unbekannten Soldaten unter dem Arc de Triomphe Blumen nieder.
Offiziel heißt nun seit Mitternacht der neue Präsident der französischen Republik Nicholas Sarkozy. Am Freitag zieht er dann in den Elysée-Palast ein. Aber gestern Nachmittag ist er erstmal nach Berlin zum ersten Auslandsbesuch aufgebrochen.



Die neue französische Regierung wird vom Präsidenten N. Sarkozy auf Vorschlag des Premierministers ernannt. Der Regierung gehören der Premierminister, sein Kabinett und die Secrétaire d'Etat an. Die neue Regierung besteht aus acht Ministern, sieben Ministerinnen und vier Staatssekretären. Anders als bei uns, setzt sich das französische Kabinett neben Ministern auch aus Ministres délégués zusammen, die bei uns keinen Vergleich haben. Die Unterscheidung zwischen Parlamentarischen Staatssekretären (PStS) bzw. Staatsministern und beamteten Staatssekretären (StS) gibt es hier ebenfalls nicht.

in Frankreich dt. Entsprechung Anzahl im Kabinett
Ministre Minister 14
Ministre d'Etat (Ehrentitel für einen Minister); heute nur noch protokollarische Bedeutung keine (hervorgehobener Minister) einen (Juppé)
Ministres délégués keine steht hierarchisch unter einem Minister oder direkt dem Premierminister; er nimmt Conseil des ministres (Ministerrat) teil  
Secrétaire d'Etat Staatsminister (der Funktion nach ein Staatssekretär); nehmen nicht am Conseil des ministres teil, es sei denn sie werden dazu eingeladen; sind somit auch nicht Bestandteil des Kabinetts vier

Der Conseil des ministres (Ministerrat) ist mit dem deutschen Kabinett vergleichbar. Den Vorsitz führt der Président.

Fillion François Fillon Premierminister UMP Jurist und 1954 in Le Mans geboren; Engster Vertrauter von Sarkozy und dessen Wahlkampfmanager; Senator des Départements Sarthe (72); war zwischen 2002 und 2004 Arbeits- und Sozialminister; von 2004 bis 2005 Bildungsminister
 
 
Alain Juppé Alain Juppé Vize-Premierminister und Ministerium für Umwelt, nachhaltige Entwicklung, energie und Verkehr
Ministre d'Etat

ZURÜCKGETRETEN NACHDEM ER IN DER STICHWAHL SEIN ASSEMBLE NATIONALE-MANDAT VERLOREN HAT!
UMP ehemaliger Premierminister von 1995 bis 1997; vorher Außenminister; Bürgermeister von Bordeaux; gilt als Schützling von Jacques Chirac
 
Bernard Kouchner Bernard Kouchner   Außenministerium (PS) Mitbegründer von "Ärzte ohen Grenzen" und selbst Arzt; war repräsentierender Administrator der VN des Kosovo; im Moment betreibt der Lebensabschnittsgefährte von Ségolène Royal, Hollande den Parteiausschluss von Kouchner: "Wer in das Kabinett Fillion eintritt, der wird ein Minister der Rechten" und "er hat sich selbst ausgeschlossen".
Die Antwort von Kouchner war: "La politique extérieure de notre pays n'est ni de droit ni de gauche. Elle défend les intérêts de la France dans un monde qui se réinvente chaque jour." Wie es scheint, genau die richtige naive Marionette mit humanistischen Anstrich.
 
Hervé Morin Hervé Morin Verteidigungsministerium UDF bzw. Mouvement démocrate -
 
Michèle Alliot-Marie Michèle Alliot-Marie Innenministerium UMP ehemals Erziehungsministerin, Ministerin für Jugend und Sport und unter Jean-Pierre Raffarin und Dominique de Villepin Verteidigungsministerin; ihre uneingeschränkte Nibelungentreue zu den richtigen Leuten zur richtigen Zeit spülte sie hoch
 
Jean-Louis Borloo Jean-Louis Borloo   Finanz- und   Wirtschaftsministerium UMP -
 
Rachida Dati Rachida Dati Justizministerium (frz.: "Garde des Sceaux, Ministre de la Justice") UMP als Tochter von marokanisch/algerischen Eltern 1965 geboren;war Pressesprecherin für den Kandidaten Sarkozy
 
Eric Woerth Eric Woerth Haushaltsministerium UMP Schatzmeister der UMP
 
Xavier Bertrand Xavier Bertrand Sozial- und Arbeitsministerium UMP war Minister für Gesundheit und Soziales unter Dominique de Villepin
 
Christine Lagarde Christine Lagarde Landwirtschaftsministerium   UMP Rechtsanwältin und ehemalige Synchronschwimmerin im französischen Nationalteam (sic!)
 
Christine Boutin Christine Boutin Ministerium für sozialen Zusammenhalt UMP trat 2002 als Präsidentschaftskandidatin für die FSR an
 
Brice Hortefeux Brice Hortefeux Ministerium für Entwicklungshilfe, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Einwanderung, Integration und nationale Identität UMP Stellvertretender Generalsekretär der UMP; Trauzeuge von Sarkozy und Taufpate eines dessen Kinder; betraut mit einem riesigen Ministerium
 
Xavier Darcos Xavier Darcos Bildungsministerium UMP -
 
Valérie Pécresse Valérie Pécresse Hochschul- und Forschungsministerium UMP Pressesprecherin der UMP
 
Christine Albanel Christine Albanel Kultusministerium und Regierungssprecherin Günstling von Jacques Chirac
 
 
Roselyne Bachelot Roselyne Bachelot   Gesundheits- und   Sportministerium UMP Pressesprecherin des Kandidaten Jacques Chirac 2002; danach Ministerin für Umwelt im ersten Kabinett Raffarin
 
Roger Karoutchi Roger Karoutchi Staatssekretär beauftragt mit Parlamentsbeziehungen -
 
Dominique Bussereau Dominique Bussereau Staatssekretär für Transportfragen -
 
Eric Besson Eric Besson Staatssekretär
 
Jean-Pierre Jouyet Jean-Pierre Jouyet   Staatssekretär für   europäische Beziehungen PS ehemaliger Stellvertretender Kabinettschef von Lionel Jospin und Feund der "Familie" Hollande-Royal
 
Andere wichtige Mitarbeiter:
 
Claude Guéant Claude Guéant Generalsekretär (SG) des Elysée-Palastes -
 
Emmanuelle Mignon Emmanuelle Mignon Kabinettschef -
 
Jean-David Levitte Jean-David Levitte   Diplomatischer Berater   und Gipfelbeauftragter einst französischer Botschafter in Washington D.C:
 
David Martinon David Martinon Präsidentensprecher guter Bekannte von Cécilia Sarkozy



Nicholas Sarkozy Die neue Regierung
 
6. Mai
Schweiß, Tränen, Triumph und jede Menge Tränengas


Nicholas Sarkozy Die Franzosen haben sich entschieden! Kurz nach 20 Uhr abends wurde in Frankreich verlautet, was die ersten Prognosen im Ausland schon längst verkündigt hatten: Sarkozy président!
Mit 53,06% gegen 46,94% (Ségolène Royal) fiel die Entscheidung bei Abstentions von 16,03% (d.h. Wahlbeteiligung von 83,7%) deutlich knapp aus. Und während auf dem Place de la Concorde noch gefeiert wurde, flogen auch schon auf dem Place de la Bastille die Steine und brannten in ganz Paris und in ganzen Hexagone die Autos. Auch in den darauffolgenden Nächten kam es immer wieder zu Zusammenstöße und Festnahmen. Tagsüber kann man die langen Kolonen von CRS- und Police National-Wagen und Wasserwerfer bestaunen, die die ganze Zeit über auf den nächsten Kärcher-Einsatz warten.
Die genauen Ergebnise des zweiten Wahldurchganges nach Départements gegliedert können hier eingesehen werden. Auffallend ist, dass im Südwesten und in der Bretagne tendenziell Links gewählt wird, wogegen Elsass-Lothringen eine Hochburg der extremen Rechten ist.
CRS bei der Arbeit CRS bei der Arbeit CRS bei der Arbeit
 
22. April
Die Würfel sind gefallen


Gestern wurde gewählt - und es wurde zahlreich gewählt: Die Abstentions, also die relative Anzahl der Stimmenthaltungen bezogen auf alle eingetragenen Wähler sind 7 213 721 Stimmen oder 16,22. Mit anderen Worten eine Wahlbeteiligung von 83,78%. Insgesamt registrierten sich 44 474 519 Franzosen als wahlberechtigt. Zu Vergleich: in Deutschland schwankt die Wahlbeteiligung zwischen 77,7% (2005) und 89,1 (1983), ist aber im Allgemeinen höher als diejenige der USA oder der europäischen Nachbarn.
Nachfolgend nun die Resultate des ersten Wahlganges absteigend nach Stimmenanteil. Am 6. Mai entscheidet dann unser linksrheinischer Nachbar endgültig über seinen zukünftigen Präsidenten.

Nicholas Sarkozy Nicolas Sarkozy 11 450 302 Stimmen
32,18%
Ségolène Royal Ségolène Royal 9 501 295 Stimmen
25,87%
François Bayrou François Bayrou 6 820 914 Stimmen
18,57%
Jean-Marie Le Pen Jean-Marie Le Pen 3 835 029 Stimmen
10,44%
Olivier Besancenot Olivier Besancenot 1 498 835 Stimmen
4,08%
Philippe de Villiers Phillippe de Villiers 818 704 Stimmen
2,23%
Marie-George Buffet Marie-George Buffet 707 327 Stimmen
1,93%
Dominique Voynet Dominique Voynet 576 758 Stimmen
1,57%
Arlette Laguiller Arlette Laguiller 488 119 Stimmen
1,33%
José Bové José Bové 483 076 Stimmen
1,32%
Frédéric Nihous Frédéric Nihous 420 775 Stimmen
1,15%
Gérard Schivardi Gérard Schivardi 123 711 Stimmen
0,34%
Sources: Ministère de l'Intérieur
 
18. März
Heute war es soweit: die Frist zur Sammlung der "Parrainages" ist um 18.00 Uhr abgelaufen und morgen werden vom Conseil constitutionnel folgende zwölf Personen als offizielle Präsidentschaftskandidaten zugelassen und verkündet:
  • Nicolas Sarkozy

  • Anzahl der Kandidaten
  • Ségolène Royal

  • François Bayrou

  • Jean-Marie Le Pen

  • Philippe de Villiers

  • Marie-George Buffet

  • Dominique Voynet

  • Arlette Laguiller

  • Frédéric Nihous

  • Olivier Besancenot

  • José Bové

  • Gérard Schivardi
 
12. März
"Pour la grandeur de la France"

Gestern kündigte der amtierende Präsident Jacques Chirac seinen Rückzug aus der aktiven Politk und damit auch seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur an. Diesen schon lange erwarteten Schritt teilte er auf dem Weg einer Fernsehansprache mit, die bereits im Vorhinein vom Elysée-Palast als "sehr persönlich" deklariert wurde. Jacques Chirac Wörtlich sagte er: "Je ne solliciterai pas vos suffrages pour un nouveau mandat." Er wolle Frankreich in Zukunft auf andere Art dienen. Diese Ansprache klang einwenig nach seinem politischen Testament und wehmütigem Abschied von 40 Jahren Politik. Er beschwör noch einmal seine Liebe zu Frankreich, seinen Kampf gegen die Ungerechtigkeit und für den Fortschritt und Frieden. Desweiteren warnte er erneut vor dem Extremismus, dem Rassismus und dem Antisemitismus; "C'est un poison. Il divise. Il pervertit, il détruit".
Jacques Chirac mit Saddam 1975 Der neo-Gaullist Chirac legte seine republikanischen Gedanken eines starken und aufgeklärten Frankreichs dar, in dem die Werte von Toleranz und dem gegenseitigen Respekt zu verteidigen seien. Das französische Modell werde die zukünftigen Herausforderungen bestehen.
Abschließend machte er seine ganze und innige Liebe zu Frankreich deutlich: "Pas une minute, je n'ai cessé d'agir pour servir cette France magnifique. Cette France que j'aime autant que je vous aime (...)".
Bleiben am Ende nur noch folgende beide Fragen: Warum kam dieser Schritt erst so spät? Politisches Kalkül? Und wird er den offiziellen Kandidaten der UMP M. Sarkozy unterstützen?

Im Übrigen hat der Übervater der FN Jean-Marie Le Pen vier Tage vor Ablauf der Frist Schwierigkeiten die 500 parrainages zu bekommen. Bisher kann er nur 423 vorweisen. Trotzdem gibt sich die große Wahlüberraschung von 2002 optimistisch: "Je ne suis plus très inquiet pour les 500 parrainages. Un certain nombre de parrainages sont dans les tuyaux."
 
16. Februar
Seit gestern ist Nicolas Sarkozy (UMP) als "Kandidat - nicht als Innenminister" auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean. Sarkozy in St. Denis Angereist mit einer Linienmaschine (Air France) verweilt er dort nur einige Tage, gerade zu kurz, damit ich ihn dort noch sehen könnte.
Bei seinem ersten Besuch in einem französischen Übersee-Département (DOM) während des aktuellen Wahlkampfes will er die Rechte um UMP-Abgeordneten Nassima Dindar auf La Réunion hinter sich sammeln. Zugleich unterzeichnet er aber auch in seiner Funktion als Innenminister einen Regionen-Entwicklungsplan.
Wichtigste Ankündigung ist aber sicherlich die, dass M. Sarkozy einen zweiten nuklearen Flugzeugträger neben der Charles de Gaulle in Auftrag geben will. Ségolène Royal hingegen will stattdessen die dazu nötigen Milliarden in Bildungsprojekte stecken. Und wie erwartet vernimmt man aus dem rechten Dunstnebel von FN-Vorsitzender Le Pen breite Zustimmung zu dieser "militärischen Notwendigkeit".




Kandidaten


Die folgende Aufzählung kann bisher nur den Charakter einer vorläufigen Liste haben, da erst wenige Wochen vor dem Wahltag die entgültigen und zugelassenen Kandidaten feststehen. So müssen alle Kandidaten bis zum 18. März 500 Unterschriften (promesses de parrainages: siehe Wahlsystem) gesammelt haben. Bisher haben dies nur N. Sarkozy, S. Royal, F. Bayrou und A. Laguiller. So sind in folgender Aufzählung teilweise auch nur potentielle Kandidaten zu finden, die nach Ablauf der Frist nicht zugelassen werden könnten.
Live hier zu verfolgen.
ENTGÜLTIGE KANDIDATEN STEHEN NUN FEST! Der Vollständigkeit halber werden am Ende der Liste dennoch immernoch alle Kandidaten präsentiert.
>
Name Partei Inhaltliche Position der Partei und Entstehung
bzw. Angaben zur Person
Letzte Meinungsumfrage 1 : TNS-Sofres Unilog für RTL-Le Figaro-LCI
1. Wahlgang / 2. Wahlgang (im Vergleich mit einem anderen Kandidaten)
Geburtsdatum
Nicholas Sarkozy Nicholas Sarkozy Union pour un mouvement populaire Logo UMP konservativ; entstanden 2002 als Organisation zur Unterstützung von Jacques Chirac bei seiner Wiederwahl
Diesem Bündniss gehören die Gaullisten (RPR), Teile des Zentrums (UDF) und die Liberalen (Démocratie libérale) an.
Mittlerweilen ist Nicolas Sarkozy Präsident der UMP und deren Präsidentschaftskandidat.
31% (+ 4) / 54% (+ 2) gegen S. Royal und 46% gegen F.Bayrou 5.3.1950 in Paris (17°)
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Ségolène Royal Ségolène Royal Parti Socialiste (PS) Logo PS Sozial-demokratisch orientiert; im Juli 1969 beim Parteitag in Issy-les-Moulineaux gegründet; Parteisekretär ist der Lebensabschnitts-Gefährte von Ségolène Royal, François Hollande; Mme. Royal setzte sich im November bei der Partei-internen Abstimmung gegen Dominique Strauss-Kahn und Laurent Fabius und ist seitdem Hoffungsträger der Sozialisten um das Präsidentenamt 24% (- 1,5) / 46% (- 2) gegen N. Sarkozy und 40% gegen F. Bayrou 22.11.1953 in Dakar
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François Bayrou François Bayrou Union pour la démocratie française Logo UDF Zentrum; sie wurde im Jahre 1978 von Valéry Giscard d'Estaing gegründet und sollte diverse Parteien des Zentrums und der Rechten zusammenfassen; Vorsitzender ist François Bayrou 22% (- 1) /54% gegen N.Sarkozy und 60% gegen S.Royal 25.5.1951 in Bordères (Pyrénées-Atlantiques)
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Jean-Marie Le Pen Jean-Marie Le Pen Front Nationale Logo FN rechte Partei, teilweise auch als rechtsradikal eingestuft; 1972 gegründet; Vorsitzender ist Le Pen; dessen Tochter Marine Le Pen wird als mögliche Nachfolgerin gehandelt und will die Partei mehr Richtung "Mitte" ausrichten 12% (*) / 20.6.1928 in La Trinité-sur-Mer (Morbihan)
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Marie-George Buffet Marie-George Buffet Parti Communiste Français Logo PCF kommunistisch; wurde 1920 bei dem Parteitag von Tours gegründet; aktueller Vorsitzender ist Robert Hue 2,5% / 7.5.1949 in Sceaux (dans les Hauts-de-Seine)
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Philippe de Villiers Philippe de Villiers Mouvement pour la France Logo MPF von Mitgliedern der UDF gegründet, die gegen dessen Unterstützung des Vertrages von Maasticht waren; Vorsitzender ist Philippe de Villiers; steht rechts der UMP 0,5% / 25.3.1949 in Boulogne (Vendée)
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Dominique Voynet Dominique Voynet Les Verts Logo Les Verts 1984 aus der Fusion verschiedener "Grüner"-Parteien entstanden; Mme. Voynet ist selbst intern umstritten, da ihr nicht zugetraut wird die nötigen 500 Unterschriften fristgerecht zu sammeln. Zudem wird ihr fehlender Wille und Lustlosigkeit vorgeworfen. Bisher hielt sie nur eine "große" Wahlkampfveranstaltung ab. 1% / 4.11.1958 in Montbéliard (département du Doubs)
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José Bové José Bové Keine wichtige Figur in der Conféderation paysanne (ein Bauernverband) und populäre Figur beim Kampf gegen Genmais und Malbouffe ("Scheißfrass"); er zerstörte 1999 eine McDonalds-Filiale und fällt immer wieder bei radikalen Sachbeschädigungen auf 2% / 11.6.1953
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Arlette Laguiller Arlette Laguiller Lutte Ouvrière LO Lutte Ouvrière (LO) ist eine trotzkistische Partei 2% / 18.3.1940 in Les Lilas (Département Seine-Saint-Denis)
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Olivier Besancenot Olivier Besancenot Ligue communiste révolutionnaire LCR ebenfalls eine trotzkistische Partei, setzt sich aber größtenteils - im Gegensatz zur LO - aus, der Mittelschicht angehörigen Angestellten zusammen. 2% / 18.4.1974 in Levallois-Perret
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Frédéric Nihous Frédéric Nihous Chasse - Pêche - Nature - Traditions (CPNT) CPNT ein Jäger aus dem Norden. Die CPNT wurde 1989 gegründet und versteht sich als Lobby von gewissen ländlichen Interessen. weniger als 0,5% / 1967
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Gérard Schivardi Gérard Schivardi keine, aber unterstützt von der Parti des travailleurs PT Er ist der Kandidat einer Anzahl von Bürgermeistern Frankreichs. Sein politisches Programm beinhaltet u.a. die Ablehnung der Europäischen Union und die Stärkung der französischen Kommunen. Mit 36 000 Gemeinden und Gemeindeverbände doppelt so viele wie in Deutschland (darunter übrigens sehr viele "Kleinstgemeinden", welche bisher hartnäckig jeder Reform trotzten). weniger als 0,5% / 17.04.1950 in Narbonne
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Nicht zugelassene Kandidaten
Jacques Chirac Jacques Chirac keine
Gaullist; er ist nicht der offizielle Kandidat der UMP, obwohl er dieser angehört; der Amtsinhaber will aber eventuell ohne Parteiunterstützung antreten. Es scheint sich aber abzuzeichnen, dass er dies nicht tun wird. TRITT NICHT MEHR AN ! - 29.11.1932 in Paris
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Nicolas Dupont-Aignan Nicolas Dupont-Aignan (kurz NDA genannt) UMP Er ist gegen die gescheiterte EU-Verfassung und führt einen Flügel innerhalb der UMP an; außerdem ist der Abgeordneter und Bürgermeister   7.3.1961 in Paris (15°)
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Corinne Lepage Corinne Lepage keine "Écologie politique"; sie ist eine ehemalige Umweltministerin unter Alain Juppé (PS)   11.5.1951 in Boulogne-Billancourt
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Jean-Marc Governatori Jean-Marc Governatori keine ehemaliger Geschäftsführer diverser eigener Firmen (Meubles Fly, Basika, Planet Wood); nach kurzer Mitgliedschaft in der UDF, gründete er seine eigene Partei "La France en Action": Zentrumspartei mit ökologischer Ausrichtung   k.A.
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France Gamerre France Gamerre Génération écologie Logo Génération écologie     k.A.
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Antoine Waechter Antoine Waechter Mouvement Ecologiste Independent 1994 gegründete ökologische Partei; Vorsitzender ist Antoine Waechter   11.2.1949 in Mühlhausen (Haut-Rhin)
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1. Date de réalisation: les 14 et 15 mars 2007. Enquête réalisée par téléphone auprès d'un échantillon national de 1 000 personnes représentatif de l'ensemble de la population française âgée de 18 ans et plus, inscrites sur les listes électorales. Méthode des quotas (sexe, âge, profession du chef de ménage PCS) et stratification par région et catégorie d'agglomération.
TMC




Wahlsystem

Gewählt wird der Präsident der RF von allen wahlberechtigten Franzosen (älter als 18 Jahre am Tag der Wahl, französische Staatsbürgerschaft, eingetragen auf der Wahlliste). Im ersten Wahlgang, der am 22. April stattfindet hat derjenige das Mandat gewonnen, der die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigt. Wenn dies nicht der Fall ist (was seit Beginn der V. Republik immer eingetreten ist), dann erfolgt ein zweiter Wahlgang am 6. Mai. Diese Stichwahl erfolgt zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen im ersten Durchgang. Am 6. Mai reicht einem von beiden Kandidaten die relative Mehrheit um gewählt zu sein.
[Festgelegt in den Artikeln 6, 7 und 58 der französischen Verfassung vom 4. Oktober 1958]
Die Wahl mobilisiert Jung und Alt Um die Wahrscheinlichkeit einer Cohabitation zu verringern wurde die Amtszeit des Präsidenten 2002 von sieben auf nunmehr fünf Jahre verkürzt und damit eine Angleichung an die Mandate der Assemblé national geschaffen.
Die Amtszeit des derzeitigen Präsidenten Jacques Chirac endet am 16. Mai 2007. Kandidaten für die Präsidentschaft müssen einige Kriterien erfüllen. Er muss:
  • mindestens 23 Jahre alt sein

  • die französische Staatsangehörigkeit besitzen

  • nicht vorbestraft und wahlberechtigt sein

  • mindestens 500 Unterstützer besitzen. Diese müssen gewählte Volksvertreter sein (Abgeordnete, Senatoren, Bürgermeister oder sonstige Mandatsträger auf regionaler und lokaler Ebene) und aus mindestens 30 verschiedenen Départements kommen.


Wahlbezirke (circonscriptions électorales)
Wahlbezirke spielen nur für die legislativen Wahlen in Frankreich eine Rolle, da dort pro Bezirk für eine bestimmte Anzahl von Stimmen Mandate vergeben werden. Dabei kommt es zu Unter- und Überpräsentationen - eine fundamentale Regel der Demokratie (jede Stimme zählt gleich viel) wird dabei verletzt. Wahlbezirke Frankreich Die nächsten legislativen Wahlen finden wie folgt statt:
  • Elections sénatoriales: Der Senat (auch Haute assemblée) wird im Jahre 2008 neu bestimmt. [2004]

  • Elections législatives: Die Assemblée nationale (Nationalversammlung) wird am 10. und 17. Juni 2007 neu gewählt. [2002]

  • Elections régionales: Die Wahlen für den conseil régional (Regionalrat) finden 2010 statt. [Die letzten waren 2004 bzw. 2006]

  • Election cantonale: Auch die Kantonals-Wahlen finden erst 2010 statt. [2004]

  • Election municipale: 2008 sind die Wahlen für den Stadtrat angekündigt um eine "cacophonie électorale" zu verhindern - den eigentlich beträgt das Mandat nur sechs Jahre! [2001 bzw. 2006]




Sonstiges